Ausgabe 29

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Ausgabe #29 - Druckfrisch und ab dem 05. April im Handel erhältlich! Hier geht es zur die Heftvorschau.

Features

DAS BANANEN PROJEKT #2 - AUSGABE #15

Noch mal kurz zusammenfassend und für all diejenigen, welche die Vorstellung des Bananen Projektes in Ausgabe #14 verpasst haben: Simon, von coutrybikes, hat mit seinen Jungs und der unterstürzung von Monster Enregy eine Quarter gebaut, die sich mit wenigen Handgriffen zerlegen lässt, auf den Pick-up passt und beinahe überall aufgebaut werden kann, egal ob freistehend oder an irgendeiner Wand. Das Ding ist 2,2 m hoch, 2,3 breit und hat ’nen Radius von 2,5 m. Also das perfekte Gerät, um sich ordentlich rauszupumpen. Die „Banana“ verfolgt mit ihren Gläubigern das Ziel, die abgefahrensten Orte und Spots in Deutschland und Umgebung zu besuchen, um mit den lokalen Fahrern schöne Foto- und Filmprojekte zu realisieren. Ihr Aussehen kann sich dabei auch immer mal verändern. Natürlich soll das Ganze nicht einfach nur irgendwo passieren, die Spots werden vorher von den Fotografen und allen beteiligten handverlesen. Am Ende müssen sie richtig was hermachen, da es nur die schönsten Bilder und Orte ins Heft schaffen. Wir zeigen euch mit diesem visuellen Projekt, dass man nicht nur im Park BMX-Fahren kann, sondern in althergebrachter „Do it yourself“-Manier auch die schönsten und unfahrbarsten Orte fahrbar machen kann. Das erste richtige Projekt war also geschafft und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.

 


 

Wir waren gerade auf dem Rückflug von Mallorca nach München, als wir bei klarer Sicht über die Alpen flogen. Immer mit dem Gesicht am Fenster klebend genossen wir dieses Panorama, bis uns kurz hinter Innsbruck das türkisfarbene Wasser des Achensees hinter den Berggipfeln ins Auge stach. Es ist immer wieder ein majestätischer Anblick und noch bevor wir in München gelandet sind, war uns eines klar: Die „Banana“ muss auf die Pick-up und dann ab zum Achensee! So ganz ohne Planung ging es natürlich nicht, schließlich sind wir aber für ein Wochenende zum Scouten in die Achensee-Region gefahren. Dabei fanden wir, wie erwartet, auch den perfekten Spot, um die Quarter aufzustellen. Bei einer Wanderung um den See sahen wir schon von Weitem einen Steg, der ins Wasser führte, und voller Freude stellten wir fest, das sich dieser von der Breite wie auch Anfahrtslänge perfekt für unser Vorhaben eignete! Der See und das Bergpanorama, in Verbindung mit dem Steg und unserer „Banana“, das konnten nur geil werden. Also haben wir schnell ein paar Fotos gemacht und uns dann zu Hause mit den Kreativen zusammengesetzt, um das Shooting mit den Fahrern und Fotografen festzulegen.

 

 

Gesagt, getan, und so machten wir uns morgens um 5 Uhr, mit der dreiteiligen „Banana“ und der Crew von München auf den Weg nach Tirol zum Achensee. Die Crew bestand an diesem Tag aus den Fahrern Gotti Mühlbauer, Matze Mathes, unserem Fotografen Hannes Ortmann und meiner Wenigkeit, dem Simon. Wir kamen sehr früh an und waren einfach nur überwältig von dem unfassbaren Ausblick, der uns am Achensee erwartete. Die bereits leicht verschneiten Berggipfel, dass türkisblaue Wasser und der Morgennebel, welcher über dem See lag, verschlug uns einfach nur den Atem! Es sah alles sehr mystisch und fast gespenstisch aus, aber wir wussten, dass wir alles richtig gemacht hatten und pfiffen auf die Gruselgeschichten, die sich die Einheimischen über den Achensee erzählten. Lange Zeit zum Genießen hatten wir allerdings nicht, da unser Fotograf einen strammen Plan verfolgte: „Los Jungs, die Lichtstimmung wird sich hier schnell ändern, viel Zeit wird uns nicht bleiben.“ Also bereiteten wir die Rampe vor, verpassten ihr noch kurz eine neue und mattschwarze Farbe und trugen sie in ihren Einzelteilen in Richtung Steg. Der eine oder andere Frühjogger wunderte sich bestimmt über uns, aber hätte jemand gefragt, hätten wir uns als Mitarbeiter vom Tourismusverband getarnt, die frische Werbeaufnahmen für die Region machten.

 

 

Der Aufbau am Steg war leider schwieriger, als wir dachten. Das Ding war rutschig wie Sau und wackelte in alle Richtungen. Mit ein paar Spanngurten ließ sich das Problem allerdings beheben und da stand sie nun: Die „Banana“ inmitten des schönen Alpenpanoramas der Achensee-Region. Mit einem dicken Grinsen in den Backen hatten wir unseren bisher geilsten BMX-Spot gebaut und freuten uns jetzt richtig auf die Session. Die ersten Trys wurden gemacht und alles schien soweit zu funktionieren. Hannes, unser Fotograf, stand auch schon mit den Beinen im arschkalten Wasser und hatte die perfekte Position gefunden. Gotti und Matze versuchten sich immer Höher rauszuballern, aber irgendwie sollte es heute nicht so wirklich klappen. Die Anfahrt auf dem Holzsteg war durch den Morgentau doch noch sehr rutschig und dazu wackelte das ganze Ding noch hin und her, so als würde der Steg schwimmen, obwohl er auf Stämmen stand. Ich wollte eigentlich gar nicht fahren, aber schloss mich der Crew nun auch an und wollte es zumindest mal versuchen. Bei mir klappte es ganz gut und ich bekam genug Airtime um mich freizustellen, aber sketchy war es trotzdem auf dem Steg. Schließlich überwanden wir also alle unseren Schweinehund und konnten so trotz der kalten Temperaturen und der beschissenen Anfahrt ein paar gute Shots einpacken.

 

 

Um 14.00 Uhr verschwand dann auch schon die Sonne hinter den Bergen und es wurde direkt ungemütlich, grau und vor allem arschkalt im Achenseetal. Gleich danach hat sich Matze einen bösen Slam abgeholt und musste noch am selben Tag mit vier Stichen an der Oberlippe genäht werden, nachdem er mit dem Gesicht voran über die herausstehenden Schrauben vom Steg gerutscht war. Wer weiß, wer weiß, vielleicht ist an den Geistergeschichten ja doch was dran und wir haben sie mit unserer untypischen Aktion ein wenig verärgert? An dem Canadian-Footjam-Versuch an der schmalen Lip von der Quarter kann es jedenfalls nicht gelegen haben... hahaha! Alles in allem war es ein super Tag, der uns sicherlich immer in Gedanken bleiben wird. Es passiert ja nicht alle Tage, dass man an einen so überwältigenden Ort fährt oder in der Notfallambulanz sitzt. Wir hoffen, dass euch gefällt, was ihr hier seht. Die nächsten Spots sind jedenfalls bereits in Planung. 

 

 

Fotos: Hannes Ortmann

 

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