Ausgabe 29

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Ausgabe #29 - Druckfrisch und ab dem 05. April im Handel erhältlich! Hier geht es zur die Heftvorschau.

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BARCELONA MIT "THE BRIDGE BMX" IN AUSGABE #18

Anfang Februar 2015 fragte mich Thijs Vervaeck vom „The Bridge BMX Store“, ob ich mit ihm und seinen Jungs mit nach Barcelona kommen wolle, um den Teamtrip zu dokumentieren. Da ich Thijs und die Jungs schon etwas länger kenne, sagte ich sofort zu. Ein paar Tage später waren die zehn Tage Barcelona auch schon gebucht. Alle hatten kräftig Bock drauf. Wir flogen der Nähe wegen von Brüssel aus, wo wir, nachdem wir mit überteuerten Sandwiches und kostenlosem WiFi unsere Zeit am Flughafen überbrückt hatten, dem grauen Belgien Goodbye sagen und uns auf den Süden freuen konnten.

Als wir ankamen, nahmen wir den Aerobus nach Barcelona. Es stellte sich heraus, dass unser Apartment im Erdgeschoss in der Nähe der Plaza de Catalunya lag. Dieser Platz verbindet das Zentrum mit der Promenade. Das Apartment war richtig geil. Es lag in einer kleinen Gasse, wo es auch direkt einen Coffeeshop gab. Bingo! Nachdem wir die Betten aufgeteilt hatten, war es an der Zeit, die Räder aufzubauen. Es war bereits 18 Uhr, als Benoit Van de Geuchte unser Apartment fand und mit uns ein bisschen durch die Straßen von Barcelona fuhr. Die Jungs hauten auch direkt ein paar krasse Tricks raus, so machte Stef etwa einen Wallride to 180 Barspin und musste erstmal einen lenkerhohen Bunnyhop machen, um an die Wall zu kommen. Außerdem fanden wir diesen super langen Ledge-Spot, an dem wir bestimmt zwei Stunden verbrachten.

Am zweiten Tag wollten wir zu den Seawalls und noch ein paar anderen Spots. Auf dem Weg dorthin trafen wir Benoit wieder. Der erste Spot war die bekannte Bank to Holzledge bzw. Rail. Thijs machte einen Railhop und Stef hat nach einigen Versuchen eine ziemlich fette Combo hingelegt. Weil es für die Seawalls zu windig war, beschlossen wir, zu einem lokalen Bikeshop zu fahren, da einige von uns ein paar Kleinteile brauchten. Nachdem wir uns dann alle im Supermarkt mit Essen und Trinken versorgt hatten, wurde von Nino noch ein Clip gedreht. Die Sonne ging langsam unter und der Tag neigte sich dem Ende zu. Dank Thijs, Jack und dem Licht an der Kamera konnten wir aber noch weitere Clips an unterschiedlichen Spots drehen.

Am nächsten Tag entschieden wir erneut, zu den Seawalls zu fahren. Auf einem Privatgrundstück auf dem Weg dorthin fanden wir eine Ledge, an der Stef einen Switch Feeble 360 machen wollte. Leider wurden wir dort sofort gekickt. Danach stießen wir auf eine steile Bank an der Küste, über die Stef einen ziemlich hohen Alleyoop Barspin und Thijs einen 180 ins Flat machte. Ein bisschen weiter fanden wir diesen krassen, langen Wallride an einem 9er-Treppenset. Schnell bauten wir alles auf und schon hatte Alex es beim zweiten Anlauf easy gemacht. Es war immer noch sauwindig und da wir alle ziemlich platt waren, fuhren wir nach Hause.

Am vierten Tag hat’s morgens leider viel geregnet. Aber trotzdem hatten wir eine gute Zeit. Wir haben ein ziemlich krankes Rail gefunden, das allerdings im Sand endete, was Jack aber nicht sonderlich störte. Danke! Weil wir den Tag durch den Regen erst so spät beginnen konnten, hatten wir keinen ganzen Tag zum Fahren. Leider wurde es dann schon langsam wieder dunkel, als wir ein unglaubliches Doppelset entdeckten. Alex und Thijs machten sich an die Arbeit. Alex stand einen Halfcab am ersten und einen Barspin am zweiten Treppenset. Thijs machte einen kranken Manual auf eine lenkerhohe Bank to 360 am ersten und dann einen cleanen 180 das zweite Set runter. Danach ging es zum Chillen nach Hause, was wir uns reichlich verdient hatten.

Am fünften Tag versuchten wir, zu Sant Boi zu kommen, weil uns Benoit erzählt hatte, dass es dort eine Menge Spots gibt, auf die die meistens Jungs ziemlich scharf waren. Wir entschieden mit dem Rad zu fahren, anstatt den Bus zu nehmen. Das Wetter war so schön und die 10 km waren nur halb so schlimm. Wie sich herausstellte, war die Bahnstation mitten im Nirgendwo, jedoch befand sich eine Universität mit einem kleinem Doubleset direkt in der Nähe. Obwohl es Sonntag war, kam erst Security und kurz darauf auch die Cops. Das war leider nix! Nach einige Snacks an der Tankstelle, haben wir dann aber eine Gegend gefunden, die vollgepackt war mit guten Spots. 15 Clips konnten wir in kürzester Zeit drehen. Alex wollte einen Uprail Hop in die Mitte vom Treppenset to Tobogan springen. Allerdings war es ziemlich schwer, nach dem Hop over mit viel Speed auf einer der Treppen zu landen. Alex versuchte den Trick noch einige Male. Nach einem Crash und fast umgeknickten Knöcheln entschied er dann aber doch, dass es das Ganze nicht wert sei.

Morgens trafen wir uns recht früh mit Benoiz am Apartment und fuhren komplett zur anderen Seite der Stadt nach Fondo. Der erste Spot bestand aus einer Outledge an einem vierstufigen Treppenset. Thijs und Stef drehten ein paar Clips bis die Cops auftauchten und uns drohten, sie würden unsere Kameras und Räder mitnehmen, wenn wir nicht sofort verschwänden. Dies machte uns wirklich ein bisschen Angst. Also entschieden wir, zu gehen. Wir dachten, es wäre cool, zum nächst größten Berg zu fahren. Der Weg war ziemlich anstrengend, hat sich allerdings total gelohnt. Die Sonne schien und wir konnten über die ganze Stadt bis zum Meer sehen. Nach mehr als einer Stunde fuhren wir wieder runter. Auf einer sandigen und angsteinflößenden Straße, die so steil wurde, dass wir schieben mussten. Nach dem ganz steilen Stück kam eine schnelle Abfahrt, welche der Tod für unsere Schuhe und Reifen bedeuete. Gut unten angekommen entschieden wir, zurück zum Park an den ersten Spot zu fahren, weil Jan dort einen Feeble to Hard 180 eine riesige Ledge runtermachen wollte. Aber nach ein paar Versuchen tauchten auch dort wieder direkt die Cops auf. Wie sich herausstellte, war ganz in der Nähe ein kleiner Skatepark, also machten wir uns für eine kleine Session auf den Weg dorthin. Bei Einbruch der Dunkelheit überkam uns eine enorme Lust auf Burger. Leider wurde aber im Burgerrestaurant in der Nähe des Plaza de Catalunya Jacks Tasche geklaut, was gehörig auf die Stimmung drückte. Auch nach einer längeren Suchaktionen war sie nicht auffindbar. Der Versuch, die Stimmung am Abend mit ein paar Kartenspielen aufzuheitern, gelang eher mäßig.

Am siebten Tag mussten wir einige Dinge regeln, da Jacks Pass ebenfalls in der geklauten Tasche war. Danach trafen wir uns alle wieder am Apartment, um den Markt in der Nähe der Ramblas auszuchecken. Ziemlich touristenlastig und busy geht’s dort zu, aber immerhin gibt’s da ne Menge coolen Stuff für wenig Geld wie z. B. frischgepressten Saft für einen Euro. Benoit sagte, er könnte uns am Abend Eintritt zu einer Party namens „Crappy Tuesdays“ verschaffen. Nachdem wir alle ein paar Bier und ein bisschen Rum getrunken hatten, war klar, dass wir dort landen mussten. So war es dann auch. Im Club angekommen liefen wir direkt Catfish in die Arme, womit klar war, dass die Nacht lang werden würde. Katerstimmung kombiniert mit Regen ließ uns den nächsten Tag mehr oder weniger komplett im Apartment verbringen. Das war aber gar nicht schlecht, um frische Energie zu tanken.

Auch am neunten Tag verließen wir das Apartment erst um 14 Uhr. Es war sonnig und wir hatten alle wieder Bock. Gut gelaunt ging es direkt zum Railhop. Allerdings wurden unsere Pläne dort mal wieder direkt von der Security durchkreuzt. Also fuhren wir zum Forum, weil Nino da die ganze Zeit schon hin wollte. Danach hingen wir ein bisschen an einer Ledge rum, wo Thijs einen Icepick versuchte, aber nach ein paar Stürzen entschied, dass es das nicht wert sei. Jan versuchte, einen Feeble to hard 180, was im Sucher der Kamera ziemlich cool aussah. Als wir auf dem Weg zu den berühmten Sea Walls waren, schien die Sonne und wir hatten Rückenwind – ein Traum! Nachdem jederdie Wall gerockt hatte, fuhren wir wieder zu den Ledges, wo wir bereits am dritten Tag waren. Die Sonne ging langsam unter, Zeit für ein paar Pommes. Auf dem Weg zurück ins Apartment fuhren wir an den bekannten Banks vorbei, die ein Gap in der Mitte haben. Thijs wollte ein Foto mit einem Eurotable übers Gap machen. Nach ein paar guten Shots machte er leider einen kleinen Hang-up. Als wäre der Schlangenbiss im Schlauch nicht schon beschissen genug, nein, er schlug auch noch mit den Eiern gegen den Vorbau. Nach einem kurzem Check stellte er fest, dass er am Bluten war. Um die Wunde zu säubern und zu begutachten, fuhren wir also erstmal wieder zurück nach Hause.

Neuer Tag neues Glück und wir trafen uns mit Fernando um 12 Uhr in Macba, einem der berühmtesten Spots in Barca. Nach einem kurzen Warm-up an einer Ledge fuhren wir weiter bergauf zu einer Bank to Wall an der Lacey schon einen 270 gemacht hatte. Dort drehten wir einen coolen Clip von Nino mit einem 180 Barspin in eine Bank to Fakie Whip in eine andere. Nach einer kurzen Pause checkten wir ein paar kranke Spots. Leider waren die zu busy, um viel fahren zu können. Nach dem letzten Spot waren wir immer noch ca. 500 m über dem Meeresspiegel und die Aussicht war einfach unglaublich. Nach etwas über einer Stunde Session hatten wir die Wahl, die Gondel nach unten zu nehmen oder downhill im Dunkeln ohne Bremsen zu fahren. Auch wenn es gefährlich war, lag die Entscheidung auf der Hand. Im Dunklen ohne Bremsen kurvige Straßen runterzufahren, war schon scary und jedes Mal, wenn wir Autos sahen, riefen wir uns gegenseitig laut „car“ zu, um uns gegenseitig zu warnen. Das macht Sinn bei ca. 50 Sachen! Wir versuchten, mit unseren Schuhen zu bremsen. Trotzdem war der Weg die reinste Horrorfahrt! Zum Glück ging alles gut. Unten angekommen waren wir ziemlich happy. Unsere Schuhe und Reifen waren am Qualmen, aber den Spaß und die Erfahrung werden wir unser ganzes Leben lang nicht vergessen. Nachdem wir wieder im Zentrum von Barcelona angekommen waren, hielten wir an einem 24-Stunden-Supermarkt für ein paar wohlverdiente Drinks und Snacks.

Am letzten Tag ging der Wecker um 8 Uhr morgens, denn nach den wenigen Stunden Schlaf mussten wir ja noch das Apartment saubermachen. Als der Besitzer kam und das Ganze absegnete, waren wir alle erleichtert. Dann machten wir uns schon auf zum Plaza de Catalunya, um den Bus pünktlich zum Flughafen zu nehmen. Nach einem ruhigen Flug, auf dem die meisten schliefen, holten wir unser Gepäck ab und kauften uns Bahntickets für den Weg nach Hause. Je aufregender der Trip, desto schwieriger wird es, das Outro nicht zu versauen. Um das nicht zu tun, bleibt an dieser Stelle nur noch, Danke zu sagen für die gute Zeit. Danke, The Bridge BMX Store und Danke BMX!

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